Drohender harter Brexit belastet die Märkte – jetzt Short gehen?

Dass Boris Johnson gerne mit dem Feuer spielt, hat der britische Premierminister in der Vergangenheit bereits häufiger unter Beweis gestellt. Auch aktuell stehen die Zeichen einmal mehr auf Konfrontation: So finden im Moment die entscheidenden Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich statt. Zwar sind die Briten bereits seit diesem Jahr kein Mitglied der EU mehr, dennoch haben sie bis Jahresende auch weiterhin Zugang zum europäischen Binnenmarkt.

Sollte es allerdings zu keiner Einigung mit der Europäischen Union kommen, droht zum Jahresende nun endgültig ein harter Brexit. Dies könnte durchaus zu einem Börsencrash an den britischen Märkten führen. Der Dezember dürfte daher ein sehr spannender Monat werden.

Bereits seit vielen Jahren belastet der Brexit die britische Wirtschaft. Dies ist auch nicht wirklich erstaunlich, denn bisher finden sich die wichtigsten Absatzmärkte für britische Produkte auf dem europäischen Kontinent. Ein harter Brexit hätte zur Folge, dass zukünftig hohe Zölle auf britische Produkte erhoben werden könnten. Damit würden die Umsätze höchstwahrscheinlich einbrechen.

Gut passt hierzu auch, dass die Rating Agentur Moody’s die Bonität von Großbritannien erst kürzlich von AA2 auf AA3 herabgesetzt hat. Zum Vergleich: Die Kreditwürdigkeit von Deutschland wird mit AAA als sehr gut bewertet. Auch Länder wie Österreich oder Frankreich schneiden mit einem Rating von AA1 bzw. AA2 besser ab, als das Vereinigte Königreich.

Betrachtet man den Kursverlauf des britischen Leitindex FTSE, so erkennt man, dass die genannten negativen Aussichten schon seit einigen Jahren auf die Kurse drücken. So notierte der FTSE im Jahr 2018 noch bei knapp 8.000 Punkten. Im März 2020 notierte der Index dann am Hochpunkt der Corona Krise bei nur noch 5.000 Punkten. Seither ist es dem FTSE gelungen, sich auf rund 6.000 Punkte zu erholen.

Wenn man allerdings bedenkt, dass zum Beispiel der DAX bereits wieder nahe an seinen Allzeithochs notiert, so wird deutlich, wie schwach der britische Leitindex im Vergleich ist. Aus diesem Grund werden viele Anleger aktuell die Chance nutzen, um im FTSE Short zu gehen.

Wie gesagt, ist es bei einem Scheitern der Verhandlungen nicht unwahrscheinlich, dass es zu einem Börsencrash kommt. Wenn es den beteiligten Parteien allerdings gelingen sollte, doch noch in letzter Minute einem Deal hinzubekommen, so dürfte dies zu einem starken Kursanstieg bei den britischen Aktien führen.

Das Gleiche kann man auch am Währungsmarkt beobachten: So verliert das britische Pfund (GBP) schon seit einigen Jahren kontinuierlich an Wert. Wer auch hier auf weiter fallende Kurse setzen möchte, kann zum Beispiel beim Devisenpaar Euro / Britisches Pfund (EUR / GBP) Long gehen. Denn ein schwaches Pfund bedeutet in diesem Fall, dass dieses Währungspaar steigt.

Um mit dem FTSE oder dem EUR / GBP zu handeln, bietet es sich an, ein Handelskonto bei einem CFD Broker zu eröffnen. Dazu genügen bei den meisten Anbietern schon 100 bis 200 Euro. Sodann hat man die Möglichkeit, mit zahlreichen verschiedenen Basiswerten auf einem einzigen Konto handeln zu können.

Um einen guten CFD Broker zu finden, kann man zum Beispiel unseren großen Broker Vergleich nutzen.

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